Das sogenannte digitale Zeitalter muss als eine außerordentliche Herausforderung für die Ich-Kräfte benannt werden. Wir erkalten nicht nur seelisch vor den mobilen Geräten, wir erkalten auch ganz konkret im Physischen. Wir verbeugen uns nicht nur methaphorisch vor den digitalen Götzen, wir verlieren allmählich unsere Aufrichtekräfte. Wir berieseln uns mit dem blauen Licht und vergessen, dass wir als Menschenwesen zum Sonnenlicht gehören. Während wir täglich Dutzende Nachrichten verfassen, vergessen wir, dass eine wahre Begegnung mit einem leuchtenden aufmerksamen Blick und einem warmen Händedruck beginnt. So wie wir vergessen haben, dass Erkrankungsangst kein guter Berater, sondern nur ein Gefühl von vielen ist. Und dass uns eine den Gefühlen übergeordnete Instanz zur Verfügung steht: unsere vernachlässigte Ich-Organisation. Pflegen wir sie! Teil I: In der Zeit der Vorherrschaft der digitalen Geräte: „Pflege der Aufrichte, der Wärme, des Anschlusses an das Leben spendende Licht und der konstanten geistigen Präsenz.“ Teil II: In den Zeiten der Erkrankungsangst: „Ich bin nicht meine Gefühle. Die Manifestationen der Ich-Kräfte im Organismus und heileurythmische Methoden ihrer Stärkung.“
